Diskussionsveranstaltungen und Foren

Podiumsdiskussion in Stuttgart

Podiumsdiskussion in Stuttgart

v.l.n.r Prof. Dr. Hermann Simon, Prof. Dr. Berthold Leibinger, Prof. Dr. Klaus Schweinsberg, Prof. Dr. Richard Schröder

"Was macht die deutsche Nation aus? Der unternehmerische Mittelstand!"
Dieses Thema präsentierte die Deutsche Nationalstiftung am 21. 02. 2017 erstmalig in Stuttgart bei der Landesbank Baden Württemberg (LBBW) als Gastgeber. Nach Begrüßung der rund 400 geladenen Gäste durch den Vorstandsvorsitzenden der LBBW, Herrn Rainer Neske, stellte Herr Dr. Manfred Bischoff als Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Nationalstiftung deren Aufgaben vor. Als Senior der Trumpf GmbH und Co KG bot dann Prof. Dr. Berthold Leibinger den Gästen dann eine Sternstunde erfolgreichen und ethisch fundierten deutschen Unternehmertums.

Hob die Gemeinwohlverpflichtung der Erfolgreichen hervor und bedauerte das Auseinanderdriften von Politik und insbesondere der mittelständischen Wirtschaft (Vortrag Leibinger) Prof. Dr. Hermann Simon von Simon-Kucher und Partner präsentierte den Gästen mit beeindruckenden Zahlen die weltweit einzigartige Situation der Deutschen "Hidden Champions" und ihre internationale Botschafterfunktion für unser Land. Als Wurzel des Erfolges bis heute hob er die historisch gewachsene Dezentralität Deutschlands hervor (Vortrag Simon)

In der von Prof. Dr. Klaus Schweinsberg äußerst souverän, kenntnisreich und humorvoll moderierten Diskussion der Referenten mit dem Vorstandsvorsitzender der Deutschen Nationalstiftung, Herrn Prof. Dr. Richard Schröder, ging es um die Rückbesinnung auf die Nation in bewegten Zeiten, um ethische Fragen, um Aspekte deutscher Identität von Sprache und Kultur bis zur Wirtschaft und um das Erwachsenwerden Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.

In seinem engagierten persönlichen Schlusswort schlug Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler als Senatspräsident der Deutschen Nationalstiftung einen Bogen von den Diskussionen in Deutschland zur europäischen Einigung und zur Globalisierung und appellierte an die Zuversicht aller Beteiligten in Deutschland. Ein großer Abend.

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Podiumsdiskussion in der Bucerius Law School in Hamburg zum Thema
„Regiert der Bauch den Kopf?“

Podiumsdiskussion in der Bucerius Law School in Hamburg zum Thema „Regiert der Bauch den Kopf?“

Mit dem Soziologen Prof. Dr. Heinz Bude und Hamburgs Erstem Bürgermeister, Olaf Scholz, moderiert von der Journalistin Cosima Schmitt.

Regiert der Bauch den Kopf?
Über dieses Thema diskutierten der renommierte Soziologe Prof. Dr. Heinz Bude mit dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz im Helmut-Schmidt-Forum der Bucerius Law School in Hamburg am 16. Februar 2017 , moderiert von der Journalistin Cosima Schmitt.

Die Kooperationsveranstaltung mit der Friedrich-Ebert-Stiftung zu diesem aktuellen Thema zog mehr Interessenten an, als der Saal fassen konnte und vielen musste vorher abgesagt werden. Die Anwesenden erlebten eine tiefgründige und anregende Diskussion. Der Wissen­schaftler und der in Verantwortung stehende Politiker widerlegten bei der Erörterung konkreter Beispiele von Trump bis zur AfD und von der Bürgerbeteiligung bis zur Flüchtlings­krise die Klischees vom wissenschaftlichen Elfenbein­turm und von der inhalts­losen Machtorientierung der Politik. Max Webers Verantwortungsethik erfüllte den Raum.


Zukunftsdialog Hauptstadt Berlin

Peter Altmaier (Bundesminister und Chef des Kanzleramtes) Bonn- Berlin: Ist der Streit überholt?
Die Entscheidung für Berlin als Haupt­stadt vor 25 Jahren und die Zukunft des Bonn-Berlin-Gesetzes mit seiner Fortschreibung des Verbleibs von Ministerien in Bonn waren das Thema einer Kooperationsveranstaltung der Deutschen Nationalstiftung mit der Stiftung Zukunft Berlin am 20.06.2016.

Über die zukünftige Entwicklung des Verhältnisses der Bundeshauptstadt Berlin und der „Bundestadt Bonn“ diskutierten Peter Altmaier (Bundes­minister und Chef des Kanzleramtes), Frank Henkel, (Bürgermeister und Innensenator von Berlin), Dr. Volker Hassemer (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zukunft Berlin), Ashok Sridharan (Ober­bürgermeister von Bonn), Wolfgang Grießl (Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg ) und Prof. Dr. Richard Schröder (Vorstandsvorsitzender der Deutschen Nationalstiftung), moderiert von Ulrich Deppendorf.

Die Diskussion machte deutlich, dass Fragen der Hauptstadt, des föderalen Aufbaus und der schlichten Standortinteressen getrennt betrachtet werden müssen und dass die Emotionen auf beiden Seiten leicht entflammbar sind nach dem Motto: „Das Land ist wiedervereinigt, aber die Regierung geteilt“.

Deutlich wurde aber auch die Bereitschaft, die Gestaltung der weiteren Entwicklung zwischen beiden Städten mit Geduld direkt zu erörtern. Dabei müssen bei geteilten und getrennten Ministerien Dysfunktionalitäten identifiziert und Ausgleichsbedarfe für eine Zusammenführung ohne Prinzipienreiterei unaufgeregt verhandelt werden.


Gemeinsame Veranstaltung mit der Konrad Adenauer Stiftung

Gemeinsame Veranstaltung mit der Konrad Adenauer Stiftung

„Heimat und Vielfalt, Zuwanderung und Integration. Wie schaffen wir das?“.

Zu diesem Thema diskutierten am 1. Juni im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg vor 200 Gästen in einer Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach und der Fernsehmoderator, Conférencier und Künstler mit iranischen Wurzeln Michel Abdollahi unter der Moderation der NDR-Journalistin Kathrin Erdmann.

Zur Sprache kamen nicht die abstrakten Fragen der Definition von Nation, Heimat und Identität, sondern konkrete Fragen der Integration: von gelungenen Beispielen bis zu hoffnungslosen Fällen, vom Engagement der Bevölkerung, von der Kompliziertheit des hoch entwickelten Rechtsstaats mit seinen Anforderungen an Sprache und abstraktem Verständnis, von den Zuständigkeitsproblemen des Föderalismus, von den aktuellen gesetzgeberischen Entscheidungen, von den Grenzen der Integrationskraft bei unkontrollierter Einwanderung und von den Millionen migrationsbereiter junger Menschen vor allem aus Afrika.

Bei großer Übereinstimmung in vielen grundsätzlichen Fragen gab es auch Momente scharfer Auseinandersetzung, in denen die emotionale Brisanz des Themas bei der Interpretation einzelner Fakten deutlich wurde.


Podiumsdiskussion zum Thema Recht und nationale Identität

Podiumsdiskussion zum Thema Recht und nationale Identität

v.l. Friedrich-Joachim Mehmel, Präsident des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts und Vorsitzender des Vereins „Rechtsstandort Hamburg e.V.“, Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Hamburger Sparkasse, Prof. Dr. Stephan Wernicke, Chefjustitiar des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e.V. DIHK, Prof. Dr. Wienand Schruff, Vorstandsmitglied der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dr. Oliver Vossius, Präsident des Deutschen Notarvereins

Nicht nur die Sprache macht die deutsche Identität aus, sondern auch die eigene Rechts­ordnung. Sie steht in Konkurrenz zum anglo-amerikanischem Recht, das sich in Deutschland und der Welt mit robusten Methoden und großen law-firms durchsetzen will. Bei den Bilanzierungsregeln geht es um die Konkurrenz von HGB und IFRS.

Bei der Diskussion des anspruchsvollen und nur scheinbar trockenen Themas in den Veranstaltungsräumen der Hamburger Sparkasse, die trotz nur regionaler Tätigkeit wegen ihrer Größe unter der Aufsicht der EZB steht, war der Andrang über Erwarten groß.

Haspa-Vorstandssprecher Dr. Harald Vogelsang begrüßte die vielen Gäste als Hausherr und Gastgeber und skizzierte die grundsätzliche Dimension und die praktischen Aus­wirkungen der in der Öffentlichkeit noch wenig diskutierten Fragen. Als geschäftsführender Vorstand der Deutschen Nationalstiftung erläuterte Dirk Reimers das Wesen von Rechts­ordnungen als Ausdruck gewachsener Kulturen und Gesellschaftsmodelle. Bei der Scharia sei allen die Differenz deutlich, aber auch das anglo-amerikanische Recht würde die deutsche Identität verändern. Bei den Bilanzierungsregeln ginge es um die Frage, ob der Mensch oder das Kapital im Mittelpunkt aller Überlegungen stehe. Letztlich ginge es auch um die Existenz des unternehmerisch geführten deutschen Mittelstands und um den solidarischen Sozialstaat.

In seinem Impulsreferat machte Prof. Dr. Wienand Schruff als Vorstandsmitglied der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG deutlich, dass man statt von einem Kampf der International Financial Reporting Standards (IFRS) gegen das HGB besser von der Wahl zwischen Bilanzierungsvorschriften für unterschiedliche Zwecke sprechen sollte. Beide Systeme hätten Stärken und Schwächen und bei der Durchsetzung von Regeln gehe es auch um Machtfragen.

Mit der Internationalisierung der Wirtschaftstätigkeit habe sich für international tätige und auf den Kapitalmarkt angewiesene Unternehmen die Notwendigkeit international gleichwertiger Bilanzierungsregeln entwickelt: vom EWG-Vertrag von 1957 (Art. 54 III g) über den Beitritt Großbritanniens 1973 mit seinen völlig unterschiedlichen und auf den Kapitalmarkt fixierten bilanziellen Erkenntnisinteressen bis zur Globalisierung der 90er Jahre. Die anglo-amerikanischen Vorstellungen hätten dabei schon wegen der dominierenden Größe der dortigen Kapitalmärkte (ca. 10 : 1) mit ihren Anlegerinteressen durchgesetzt – aber auch wegen erkannter Mängel der HGB-Regeln, z.B. bei der bilanziell unrealistischen und dem Vorsichtsprinzip widersprechenden Abbildung der betrieblichen Altersvorsorge.

Seit 1995 bemühe sich die EU um einen international wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt. Für den traditionellen deutschen Gläubigerschutz mit Ausschüttungssperren seien die IFRS-Regeln allerdings nicht ausreichend. Für die Weiterentwicklung gebe es in Deutschland keine einheitliche Meinung, was die Geltendmachung deutscher Interessen bei der weiteren Suche nach einem weltweit einheitlichen System erschwere. Nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen in Deutschland könnten aber weiterhin die HGB-Regeln anwenden.

In der vom Chefjustitiar des DIHK, Prof. Dr. Stephan Wernicke, sachkundig und souverän geführten Diskussion wurde der Bogen geschlagen von den Bilanzierungsvorschriften zur Grundsatzfrage des Wettstreits der deutschen mit der anglo-amerikanischen Rechts­ordnung und der deutschen Aktion „Law made in Germany“. Prof. Dr. Schruff, Dr. Vogelsang und Prof. Dr. Wernicke leuchteten gemeinsam mit dem Präsidenten des Hamburgischen OVG und Vorsitzenden des Vereins „Rechtsstandort Hamburg“, Friedrich-Joachim Mehmel, und dem Münchner Notar und Präsidenten des Deutschen Notarvereins, Dr. Oliver Vossius die wesentlichen Aspekte des Themas aus. Dr. Vossius skizzierte die kulturhistorische Entwicklung der Bilanzierungsregeln und entwickelte seine „Schwielentheorie“, weil neue Gesetze und Regeln immer erst dann und dort entstünden, wo punktuell ein besonderer Druck spürbar geworden sei. Ein „Exportschlager“ sei das HGB nicht.

Grundsätzlich stimmten alle Teilnehmer aber überein in dem Plädoyer für ein stärkeres Selbstbewusstsein bei dem Beharren auf deutschem Recht und der Initiative „Law made in Germany“ des Bundesjustizministeriums von 2008. Es sei notwendig, die Bedeutung der eigenen Rechts­ordnung als Teil der eigenen, nationalen Identität stärker in das öffentliche Bewusstsein zu heben.

Deutlich wurde auch der Druck der EZB auf die nur regional tätige Haspa, im Rahmen der europäischen Aufsicht zu Lasten der Sparerinnen und Sparer mit Millionenkostenaufwand faktisch die IFRS-Bilanzierung einzuführen und auch auf den Gebrauch der deutschen Sprache zu verzichten. Erwähnt wurde auch das Vordringen von mit Millionen ausge­statteten angelsächsischen Law-firms zur Etablierung angelsächsischen Rechts im Wirtschaftsverkehr als profitablem Geschäftsmodell in einer von manchen als imperialistisch empfundenen Weise.

Einig waren sich alle Teilnehmer in dem Appell, sich angesichts der Bedeutung und Qualität der deutschen Rechts­ordnung stärker in Berlin, London und der Welt zu engagieren.


Diskussion in Köln am 26. Januar „Der Mittelstand als Bestandteil deutscher Identität“

Der Mittelstand als Bestandteil deutscher Identität Nicht nur Sprache und Grundgesetz machen die deutsche Identität aus, sondern z.B. auch der unternehmerische Mittelstand deutscher Prägung als Grundlage unseres wirtschaftlichen Wohlstands.

Darum ging es am 26. Januar 2016 mit ca. 160 Gästen am Holzmarkt 1 in Köln in den Räumen der BAUWENS GmbH & Co KG und der auf Mittelstandsfragen spezialisierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz.

Dr. Patrick Adenauer erläuterte als BAUWENS-Gesellschafter und Senatsmitglied der Deutschen Nationalstiftung den Bezug zwischen den Stiftungszielen und dem Thema des Abends. Prof. Dr. Richard Schröder beschrieb als Vorstandvorsitzender der Deutschen Nationalstiftung und als Zeitzeuge die Entwicklung des Mittelstands in der DDR und die Ausblendung von Realität durch eine ideologisch eingeengte Politik. Den Vortrag finden Sie hier.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Simon, Chairman von Simon-Kucher & Partner, weltweit renommierter Experte für Preispolitik und „Vater“ des Begriffes der Hidden Champions (Aktuelles Buch: „Hidden Champions – Aufbruch nach Globalia“) belegte die Bedeutung der „Hidden Champions“ als ein Kernelement des deutschen Mittelstands (Vortrag: hier).

Senatsmitglied Dr. Patrick Adenauer und Prof. Dr. Dr. hc. mult Hermann Simon

Senatsmitglied Dr. Patrick Adenauer und Prof. Dr. Dr. hc. mult Hermann Simon

In der von Prof. Dr. Klaus Schweinsberg (Centrum für Strategie und Höhere Führung) kenntnisreich, humorvoll und souverän moderierten Diskussion machten die Referenten gemeinsam mit Dr. Dirk Janßen als Partner von Ebner Stolz unter Beteiligung des Publikums die überragenden Leistungen des Mittelstands deutlich: bei Arbeits- und Ausbildungsplätzen (80%!), Innovationen, flexibler Reaktion auf Marktveränderungen, emotionaler Bindung zwischen Unternehmen und ihrer Mitarbeiterschaft und ihrem Umfeld sowie beim sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Das Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft wurde ebenso diskutiert wie Fragen der Globalisierung, der Europapolitik, des Euro und der Erbschaftssteuer.

In seinem Schlusswort empfahl Dr. Wolfgang Peiner als Vorstandsmitglied der Deutschen Nationalstiftung diese als Rahmen für vertiefte Auseinandersetzungen mit den aufgeworfenen Fragen und lud zur Veranstaltung der Stiftung am 17. Februar nach Hamburg ein.


Wieviel Nation verträgt Europa?

Prof. Dr. Herfried Münkler und die Direktorin des European Democracy Lab Dr. Ulrike Guérot

Europa in der Krise
In einer Gemeinschaftsveranstaltung der deutschen Nationalstiftung mit der Friedrich-Ebert-Stiftung im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek in Hamburg diskutierten am 24. 11. Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Herfried Münkler und die Direktorin des European Democracy Lab Dr. Ulrike Guérot mit der NDR-Journalistin Verena Gonsch als Moderatorin vor gut 200 Gästen.

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"Alte Länder, neue Länder - Das Ende der Solidarität?
Die Zukunft des Länderfinanzausgleichs in Deutschland"

"Alte Länder, neue Länder - Das Ende der Solidarität? Die Zukunft des Länderfinanzausgleichs in Deutschland"

Eine Diskussionsveranstaltung der deutschen Nationalstiftung und der Bundesbank- Hauptverwaltung für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein im Rahmen einer bundesweiten Veranstaltungsreihe der Deutschen Gesellschaft e.V. mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft am 15.09.2015 in Hamburg.

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Sylvie Goulard im Gespräch mit Dirk Reimers über ein "patriotisches Europa", anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Patriotischen Gesellschaft am 23. Juni 2015 in Hamburg

Sylvie Goulard im Gespräch mit Dirk Reimers // ©Karin Desmarowitz

Wie steht es bei allen kritischen Entwicklungen in Europa um eine gemeinsame Identität? Kann ein so vielfältiges Europa patriotisch sein über verfassungspatriotische Gedanken hinaus? Und wie gelingt ein vertieftes gesellschaftliches Verständnis über die Wichtigkeit der gemeinsamen europäischen Werte? Fragen wie diese stellte Sylvie Goulard, französische Abgeordnete des Europäischen Parlaments und Senatsmitglied der Deutschen Nationalstiftung in ihrem Vortrag im Reimarus-Saal der Patriotischen Gesellschaft im Rahmen der Gesprächsreihe "Was ist patriotisch" im Rahmen des 250-jährigen Jubiläums der Gesellschaft.

Sylvie Goulard

Im anschließenden Gespräch mit Dirk Reimers, dem geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Nationalstiftung, stellte sie sich kritischen Fragen auch im Dialog mit dem Publikum. Sylvie Goulard betonte dabei besonders die Notwendi­gkeit und Dringlichkeit der europäischen Integration auf staatlicher sowie gesellschaftlicher Ebene und die Schaffung eines europäischen "Wir-Gefühls".


50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen

In einer Gemeinschaftsveranstaltung am 20. Mai 2015 in Hamburg gedachten die Deutsche Nationalstiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) mit ca. 150 Gästen der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland am 12 Mai 1965.

Begrüßt von Stefan Hensel als Vorsitzendem der DIG Hamburg führten Rogel Rachmann als Gesandter der Botschaft des Staates Israel in Berlin, Reinhold Robbe als Präsident der DIG und Andreas M. Klein als Leiter des Politischen Bildungsforums Hamburg der KAS ein Podiumsgespräch über Entwicklung und Stand der Beziehungen.

In seinem Schlusswort (Text) schlug Dirk Reimers als geschäftsführender Vorstand der Deutschen Nationalstiftung einen Bogen von der Zeit des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart und hob die Besonderheit der heutigen Nähe beider Länder hervor.

50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen

v.l.n.r. Andreas Klein, Konrad-Adenauer-Stiftung, Dirk Reimers, Deutsche Nationalstiftung, Reinhold Robbe, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Rogel Rachmann, Israelische Botschaft in Berlin, Stefan Hensel, Deutsch-Israelische Gesellschaft


Diskussionsveranstaltung vom 25.02.14 mit dem Thema
"Ein Europa, was es nicht gibt"

Diskussionsveranstaltung vom 25.02.14

Dr. Klaus WiegrefeProf. Dr. Dominik Geppert

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"Auf den Punkt gebracht" Diskussion mit Schülern in Heiligenstadt zum Thema Länderfinanzausgleich – Ablenkungsmanöver der Politik oder Grundsatzfrage der Nation?

Auf den Punkt gebracht

8. Oktober 2013 in Heiligenstadt unter anderem mit Dr. Wolfgang Voß, Finanzminister von Thüringen, Prof.Dr. Stefan Korioth, LMU München, juristische Fakultät


Gemeinsame Veranstaltung mit dem Thüringer Finanzministerium
am 30. Mai 2013

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Thüringer Finanzministerium

Senatspräsident Prof. Dr. Kurt Biedenkopf spricht zum Thema
Finanzpolitik – Generationenkonflikt vorprogrammiert! In Weimar. Was sagen die betroffenen Jugendlichen, was die Experten der Runde


Diskussionsveranstaltung in der Hamburgischen Landesvertretung am 28.02.13 zum Thema "Recht und nationale Identität"

Diskussionsveranstaltung in der Hamburgischen Landesvertretung am 28.02.13

v.l.n.r. Prof. Dr. Jens Poll, RoeverBroennerSusat, Dr. Birgit Grundmann Staatssekretärin im Justizministerium, Prof. Dr. Klaus Schweinsberg (Moderation), Prof. Dr. Peter M. Huber, Bundesverfassungsrichter, Arne Wittig, Thyssen Krupp AG
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"Axel Springer – ein patriotischer Unternehmer"

Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag am 06.06.2012 in Berlin

Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag von Axel Springer am 06.06.2012 in Berlin

Vor über 500 geladenen Gästen erinnerte die Deutsche Nationalstiftung in der Berliner Ullsteinhalle des Axel-Springer-Verlages an den 100. Geburtstag von Axel Springer und setzte dabei ihre eigenen Akzente. Wie sehen wir heute den charismatischen Verleger mit seinen pointierten inhaltlichen Stand­punkten, der als Unter­nehmer der sozialen Markt­wirtschaft ein Gespür für die Menschen hatte; wie sehren wir heute den Patrioten, der mit seinem Verlag nach Berlin ging, als fast alle Unter­nehmen von dort in den Westen flüchteten und der wegen seines Glaubens an die Wieder­ver­einigung Deutschlands als "Brandenburger Tor" verlacht wurde; den Verfechter der Freiheit, der als "Radikaler der Mitte" jede Form von Totalitarismus ablehnte, der sich für die West­bindung Deutschlands und sehr persönlich für die Aus­söhnung mit Israel einsetzte? Und wie sehen wir heute den Medienzar mit der polarisierenden Wirkung vor allem seiner Bild­zeitung? Wie sehen ehemalige "68er" Axel Springer heute und was wissen wir von den Reaktionen der Stasi auf das Wirken Axel Springers?

In Anwesenheit von Frau Friede Springer und zahlreichen Führungs­persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft begrüßte Dr. Giuseppe Vita als Aufsichts­rats­vorsitzender des Axel-Springer-Verlages und Senats­mitglied der Deutschen Nationalstiftung die Anwesenden. Nach einer Einführung durch den Gründungs­schirmherrn und Ehrensenator der Deutschen Nationalstiftung, Bundes­präsident a.D. Richard von Weizsäcker, ging Bundesinnenminister a.D. Dr. Otto Schily behutsam und selbstkritisch auf den Verleger ein. Die von Knut Teske kenntnisreich und souverän moderierte Diskussion führte zu bemerkens­werten Stellung­nahmen der ehemaligen "68er" Dr. Otto Schily und Dr. Michael Naumann. "Wir haben uns geirrt", hieß es und "Wir wussten einfach nichts voneinander. Professor Peter Tamm schilderte einem atemlosen Publikum eindrucks­voll die Anfangs­zeit des Verlages und das starke Wir-Gefühl dieser Zeit und Dr. Patrick Adenauer konstatierte als Unter­nehmer die unveränderte Bedeutung des "Wir" auch in heutigen Unternehmen. Dr Stefan Wolle beschrieb als Mitautor des Buches "Feindbild Springer" und wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums persönliche Erfahrungen und neue Kenntnisse über die Reaktionen der Stasi auf Axel Springers Wirken. Eine würdige, anspruchsvolle, kritische und inhaltlich bereichernde Veranstaltung zur Erinnerung an den patriotischen Unter­nehmer Axel Springer mit vielen Facetten.

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Gedenkveranstaltung zu Matthias Erzberger am 07.09.2011

In der Landes­vertretung von Baden Württemberg in Berlin würdigten am 7. 9. 2011 Bundes­finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble (Kuratoriumsmitglied der Deutschen Nationalstiftung) und ein Podium mit namhaften Referenten die historische Bedeutung von Matthias Erzberger, der vor 90 Jahren ermordet wurde: wegen seiner Unterschrift unter den Waffenstillstand von Conmpiègne 1918 und wegen seiner prägenden Rolle als Finanz­minister der jungen Weimarer Republik.
In beiden Fällen handelte Erzberger im Interesse der Einheit der Nation und des Zusammen­halts eines von föderaler Vielfalt geprägten Staates in schwerster wirtschaftlicher und politischer Krisenzeit. Gegen alle Wider­stände setzte er 1919 eine einheitliche Steuerverwaltung und Steuer­gesetz­gebung und mit innovativen sozialen Steuerungs­elementen durch. Von diesem Vermächtnis zehren wir noch heute.

Neben dem Rückblick auf 1919 und die Steuer­reform von 1969 gab das Auslaufen des Solidarpakts im Jahr 2019 Anlass, Erzbergers Erbe zu analysieren und seine Ziele in das Bewusstsein zu heben. Welche Anstöße liefert das Erbe Erzbergers im Angesicht der heutigen Heraus­forderungen für Deutschland und Europa?

Der Bundes­finanzminister verwies zunächst auf die grundsätzlich unterschiedliche politische wie ökonomische Aus­gangs­lage damals und heute: "Wir befinden uns heute nicht - wie Erzberger - in einer "Stunde Null", sondern in der weitaus komfortableren Aus­gangs­lage einer stabilen, reifen Demokratie mit hohem Wohlstand, in der allerdings Veränderungen ungleich schwieriger und mühsamer sind als in Umbruchsituationen". Bezug nehmend auf die aktuelle Krise in der Eurozone führte der Bundesfinanzminister weiter aus: "Lautete die politische Aufgabe für Erzberger vor mehr als 90 Jahren "Sicherung der Einheit der Nation", so lautet sie für uns heute "Sicherung der Einheit Europas". Das heißt konkret zu allererst: Sicherung der Stabilität des Euro." Im Sinne des Erzbergerschen Ziels geordneter Staats­finanzen betonte der Minister die Bedeutung einer konsequenten Konsolidierung der Staatsfinanzen für die Bewahrung der Handlungsfähigkeit des Staates.
Auch Dr. Nils Schmid MdL, stellvertretender Minister­präsident und Minister für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg, würdigte Erzberger, der in Buttenhausen, heute ein Stadtteil von Münsingen (Landkreis Reutlingen), geboren wurde. In seiner Begrüßung erklärte Prof. Dr. Richard Schröder, Vorstands­vorsitzender der Deutschen Nationalstiftung, warum sich die Stiftung mit Matthias Erzberger beschäftigt und Prof. Dr. Stefan Korioth vom Lehrstuhl für öffentliches Recht und Kirchen­recht der Ludwig-Maximilians-Universität München führte in die fachliche Thematik ein.
An der anschließenden Diskussion beteiligten sich außer Minister Schäuble und Prof. Korioth auch Prof. Dr. Clemens Fuest, Said Business School, University of Oxford, Prof. Dr. Wolfgang Renzsch, Institut für Politikwissenschaft der Universität Magdeburg, und Dr. Wolfgang Voß, Finanzminister des Freistaates Thüringen.

Die über 300 Gäste in der Landes­vertretung von Baden-Württemberg erlebten eine faszinierende Diskussion über die Zukunft des Euro und dessen Bedeutung für Europa, die Entwicklungs­perspektiven des deutschen Föderalismus von Zentral­staatlichkeit bis zum Wettbewerbs­föderalismus und des Länder­finanzausgleichs - und sie erlebten aus der Nähe einen Bundes­finanzminister, der nach ganztägiger Auseinandersetzung mit europäischen Krisen­fragen im Deutschen Bundestag gewohnt souverän, aber auch gelöst, und mit alemannischem Witz die Gäste der Deutschen Nationalstiftung in seinen Bann zog.

Dr. Wolfgang Schäuble

Dr. Wolfgang Schäuble MdB, Bundesminister der Finanzen und Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Nationalstiftung, bezog als Festredner in einer Grundsatzrede Position zum Erbe des Gründers der deutschen Finanzverfassung, Matthias Erzberger, und der Bedeutung für die heutigen Herausforderungen Deutschlands und Europas


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Aktuell

28.03.2017

Die SchulBrücke Europa hat Geburtstag!
Vor 10 Jahren ging die SchulBrücke Europa an den Start

SchulBrücke Europa 2007

Am 14. März feiern die Teilnehmer der Jubiläums-SchulBrücke bei der Robert-Bosch-Stiftung.


Deutscher Nationalpreis 2017 geht an Dr. Rafał Dutkiewicz – Stadt­präsident von Breslau.

Zur Pressemeldung
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Die erste LehrerBrücke vom 09.02. bis 12.02.17 in Weimar.

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Alles Wichtige zum Deutschen Nationalpreis 2016 in einer neuen Dokumentation, zu beziehen über die Geschäftsstelle oder als Download unter Publikationen.


Neu im Senat der Stiftung:
Prof. Dr. Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunst­sammlungen Dresden und Prof. Dr. Bassam Tibi, Politik­wissenschaftler, Senats­mitglied Peer Steinbrück übernimmt das Amt des stellvertretenden Senats­präsidenten.


Im Rahmen eines Kolloquiums werden in diesem Jahr zehn Fritz-Stern-Stipendien am 18.11.16 an der Viadrina Europa-Universität in Frankfurt/Oder übergeben
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Alles Wichtige über die SchulBrücken in einer neuen Dokumentation, zu beziehen über die Geschäftsstelle oder als Download unter Publikationen.


Die Teilnehmer der Alumni SchulBrücke in Dresden.

Wir freuen uns über neue Mitglieder im Senat der Stiftung: Christian Lindner, Bundes­vor­sitzender der FDP, Jes Albert Möller, Präsident des Landes­verfassungs­gerichts Brandenburg, Olaf Scholz, Erster Bürger­meister der Freien und Hanse­stadt Hamburg und Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie.
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Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Richard Schröder erhält in diesem Jahr den Point-Alpha-Preis für seine Verdienste um die deutsche Einheit.

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Die SchulBrücke Europa in Heidelberg vom 25.2 - 4.3.2016


Wie viel Nation braucht ein Staat? Dokumentation über die Jahrestagung 2015 mit Impulsvortrag von Bundestags­präsident Norbert Lammert.

Zu bestellen über die Geschäftsstelle der Stiftung


Soest - Das Aldegrever-Gymnasium, seit einigen Jahren Europaschule, baut weiter an europäischen Brücken. Darin ist die Schule einen großen Schritt weitergekommen.
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Recht und nationale Identität – Der Wettstreit zwischen deutschem und anglo-amerikanischem Recht und der Kampf um die Bilanzierungs­vorschriften nach HGB und IFRS“, Podiumsdiskussion am 17.2 um 19.00 in Hamburg. Einladungen über die Geschäftsstelle.
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Die Projektwoche der SchulBrücke in Weimar, Eindrücke eines slowakischen Teilnehmers

©Tibor

Neu in den Senat der Stiftung gewählt: Die Intendantin der Rund­funks Berlin Branden­burg (rbb), des "Brücken­senders" zwischen Deutsch­land und Polen, Dagmar Reim, der Präsident des Zentral­rats der Juden in Deutschland, Dr. med. Josef Schuster, der Leiter des Ressorts Außen­politik der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Klaus-Dieter Frankenberger, und der Präsident der Fraunhofer Gesell­schaft, Prof. Dr. Ing. habil. Prof. e.h. Dr. h.c. mult. Reimund Neugebauer.


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