Pressemitteilung - Hamburg, den 6. Dezember 2001

Nationalpreis 2002 an Wolf Jobst Siedler und Günter de Bruyn

Die Deutsche Nationalstiftung, Weimar, ehrt die beiden Berliner Autoren für ihre Leistung um das Zusammenwachsen der lange getrennten Teile Deutschlands und für ihr Nachdenken über Berlin in Geschichte und Gegenwart.

Hamburg – Der sechste Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung wird auf Beschluss von Vorstand und Senat der Deutschen Nationalstiftung Herrn Wolf Jobst Siedler und Herrn Günter de Bruyn zuerkannt. Der Preis, der mit insgesamt 100.000 € dotiert ist, wird am 24. Mai 2002 um 11.00 Uhr im Französischen Dom zu Berlin im Rahmen eines Festaktes verliehen.

„Sie beide haben – mit gleichem Geburtsort und Geburtsjahr, im Westen wie im Osten unseres Landes –, immer wieder Themen der Vergangenheit und Gegenwart aufgegriffen, die das ganze geteilte wie geeinte Land bewegten", so der Vorstand der Deutschen Nationalstiftung, Helmut Schmidt, zur Entscheidung.

Der Verleger und Publizist Wolf Jobst Siedler sowie der Romancier und Essayist Günter de Bruyn – wache Zeitzeugen und Chronisten beider deutscher Diktaturen sowie der deutschen Teilung – haben sich um die Bewahrung der politischen Kultur und des historischen Gedächtnisses Deutschlands verdient gemacht. Sie haben damit einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des wiedervereinigten Deutschlands geleistet.

Mit dem Nationalpreis zeichnet die Stiftung Menschen aus, die einen Beitrag für das Zusammenwachsen der beiden ehemals getrennten Teile Deutschlands und für die Entfaltung der Beziehung zwischen Deutschland und seinen europäischen Nachbarn geleistet haben. Der Preis wird in der Regel jährlich vergeben. Bisherige Preisträger sind die Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden um Ludwig Güttler (1997), der Liedermacher Wolf Biermann (1998), der Kunstmäzen Prof. Dr. Heinz Berggruen und der langjährige Präsident der Wissenschaftsakademie Leopoldina in Halle/Saale, Prof. Dr. Heinz Bethge (1999), die Erstunterzeichner der Gründungserklärung des Neuen Forums (2000), sowie 2001 Tadeusz Mazowiecki zusammen mit Joseph Rovan.

Für nähere Auskünfte steht Ihnen Christine Neuhaus (040-41336-701) zur Verfügung.


Die Deutsche Nationalstiftung wurde 1993 gegründet. Ziel der Stiftung ist es, die Vereinigung der Deutschen und ihre kulturelle Identität in Europa zu fördern. Darüber hinaus nimmt die Deutsche Nationalstiftung zu drängenden Fragen der Gegenwart und Zukunft Stellung. Ihrem Vorstand gehören an: Dr. Klaus Asche, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Prof. Dr. Reimar Lüst, Prof. Kurt Masur und Helmut Schmidt. Das Kuratorium wird geleitet von Dr. Ulrich Cartellieri, der Senat von Prof. Dr. Richard Schröder.


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