Pressemitteilung - Hamburg, im März 2001

Nationalpreis 2001 an Tadeusz Mazowiecki und Joseph Rovan

Die Deutsche Nationalstiftung, Weimar, ehrt die beiden Politiker für ihren besonderen Einsatz für den Dialog zwischen Polen, Frankreich und Deutschland – das „Weimarer Dreieck“

Hamburg – Der fünfte Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung wird auf Beschluss von Vorstand und Senat der Deutschen Nationalstiftung Herrn Tadeusz Mazowiecki und Prof. Dr. Joseph Rovan zuerkannt. Der Preis, der mit 150.000 DM dotiert ist, wird im Juni in Frankfurt an der Oder im Rahmen eines Festaktes verliehen.

Durch ihr Engagement haben Tadeusz Mazowiecki und Joseph Rovan einen wichtigen Beitrag für die Aussöhnung und den Dialog zwischen Polen bzw. Frankreich und Deutschland geleistet. „Sie haben damit zugleich an dem bemerkenswerten Einvernehmen zwischen drei für Europa konstitutiven Staaten prägend mitgewirkt, das sich als Weimarer Dreieck einen eigenen Namen gemacht hat“, so der Präsident des Senats der Deutschen Nationalstiftung, Prof. Dr. Richard Schröder, zur Begründung der Entscheidung.

Mit dem Nationalpreis zeichnet die Stiftung Menschen aus, die einen Beitrag für das Zusammenwachsen der beiden ehemals getrennten Teile Deutschlands und für die Entfaltung der Beziehung zwischen Deutschland und seinen europäischen Nachbarn geleistet haben. Der Preis wird in der Regel jährlich vergeben. Bisherige Preisträger sind die Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden um Ludwig Güttler (1997), der Liedermacher Wolf Biermann (1998), der Kunstmäzen Prof. Dr. Heinz Berggruen und der langjährige Präsident der Wissenschaftsakademie Leopoldina in Halle/Saale, Prof. Dr. Heinz Bethge (1999) sowie die Erstunterzeichner der Gründungserklärung des Neuen Forums (2000).

Die Stiftung beabsichtigt, im Rahmen der Bundespressekonferenz am 8. Mai den Nationalpreis 2001 näher vorzustellen. Für nähere Auskünfte steht Ihnen Christine Neuhaus (040-41336-701) zur Verfügung.


Die Deutsche Nationalstiftung wurde 1993 gegründet. Ziel der Stiftung ist es, die Vereinigung der Deutschen und ihre kulturelle Identität in Europa zu fördern. Darüber hinaus nimmt die Deutsche Nationalstiftung zu drängenden Fragen der Gegenwart und Zukunft Stellung. Ihrem Vorstand gehören an: Dr. Klaus Asche, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Prof. Dr. Reimar Lüst, Prof. Kurt Masur und Helmut Schmidt. Das Kuratorium wird geleitet von Dr. Ulrich Cartellieri, der Senat von Prof. Dr. Richard Schröder.


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